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Autor: Petra Dillmann-Hoppe

Vorkämpfer*innen für Behindertenrechte

Menschenrechte und Selbstbestimmung statt Fürsorge und Bevormundung: Seit Jahrzehnten setzen sich Menschen mit Behinderung für ihre Rechte und für ein Leben mitten in der Gesellschaft ein. Ohne ihr Engagement, ihre Proteste und ihre manchmal auch unbequeme Aufklärung wären Inklusion und rechtliche Gleichstellung wohl noch längst nicht so weit fortgeschritten. Passend zum 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, stellt die Aktion Mensch einige der Vorkämpfer*innen und ihre Aktionen der letzten 50 Jahre vor. zur Bilderreihe

Online-Treffen für Menschen mit Behinderung!

Am 5.5.2020 möchten wir mit euch über Dies und Das quatschen. Zu Zeiten von Corona bleibt der soziale Austausch mit anderen für viele auf der Strecke. Deshlab wollen wir online eine Möglichkeit zum Austausch bieten.
Wenn Ihr teilnehmen möchtet, sendet bitte eine E-Mail an combrink@eutb-sl-koeln.de oder westbomke@eutb-sl-koeln.de,dann senden wir Euch die Zugangsdaten zu.

Corona Bewältigung für Menschen mit Sehbeeinträchtigung in Köln

Austauschtreffen über Zoom am 9. Mai um 17 Uhr!

Abstand halten, Mundschutz tragen, Informationen erhalten und verstehen – Menschen mit Sehbeeinträchtigung haben großen Austauschbedarf in Zeiten von Corona.

Deshalb bieten wir von der EUTB-Selbstbestimmt Leben Köln eine Austauschmöglichkeit über Zoom an.

Interessierte können sich vorab per Mail an beratung@eutb-sl-koeln.de anmelden und erhalten einen Einladungslink, um über Zoom dabei sein zu können.

Das Treffen findet statt am 9. Mai von 17 bis 19 Uhr. Neben Themen rund um Corona tauschen wir uns auch über Freizeit, Assistenz, Beruf, Studium, Barrierefreiheit und vieles mehr aus.

Behinderung macht #UNsichtbar

Aufruf zur Mitwirkung an der Online-Kundgebung am 5. Mai
Liebe Aktivist*innen, Krüppel, behinderte Menschen und verrückte Freund*innen!
Am 5. Mai steht wie jedes Jahr der Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung an. Aufgrund der Corona-Situation können viele der geplanten Veranstaltungen und Aktionen nicht wie gewohnt stattfinden. AbilityWatch will sich davon aber nicht aufhalten lassen und deshalb einen Online-Protesttag abhalten. Denn es darf nicht still bleiben, solange alle Barrieren weiterhin bestehen und mit Corona sogar noch neue dazukommen.
Geplant ist dazu konkret ein Livestream unter dem Motto „Behinderung macht #UNsichtbar“ mit vielen bunten und spannenden Inhalten für die Community, sowie einigen Überraschungen. mehr Informationen

Online-Kundgebung „Gewalt und Gewaltprävention“ zum 5. Mai

Menschen mit Behinderung erleben Gewalt zu Hause, in Schulen, in Wohnheimen, in Werkstätten für behinderte Menschen und in vielen anderen Lebensbereichen. Dabei können die Formen der Gewalt von körperlicher, sexueller, psychischer bis hin zu struktureller Gewalt gehen. Täter*innen sind u.a. Angehörige, Pflege- und Betreuungspersonal und Mitbewohner*innen.
Gegen diesen Zustand protestieren wir im Zuge des europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung:
Wann?   5. Mai 2020
Wo?       www.ksl-koeln.de Auf Grund der aktuellen Situation wird die Kundgebung online auf unserer Homepage stattfinden. Dort finden Sie ab dem 5. Mai Redebeiträge mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Videoform.
Auch 10 Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) hat sich die Lebenssituation für Menschen mit Behinderung noch nicht ausreichend verbessert. Strukturelle Ausgrenzung wirkt auf die betroffenen Menschen besonders hart – das gilt vor allem für Frauen und Mädchen, denn sie sind doppelt so häufig Opfer von Gewalt wie Nichtbehinderte. Neuere Studien legen aber nahe, dass auch Männer mit Behinderung vermehrt Opfer von Gewalt sind. Das haben die Bielefelder Studien sowie die Speak-Studie detailliert aufgezeigt.

  • https://preview.tinyurl.com/Bielefelder-Studie-2014
  • https://pub.uni-bielefeld.de/download/2606815/2644989
  • https://preview.tinyurl.com/Speak-Studie-Foerderschule-2018

Zahlreicher Barrieren, selbst in Beratungs- und Schutzeinrichtungen und bei der Polizei, hindern betroffene behinderte Menschen daran, sich aus dieser Situation zu befreien.
Hierfür gibt es viele Gründe, z. B. weil Frauen und Männer mit Beeinträchtigungen

  • die Angebote für Opfer von Gewalt  nicht kennen,
  • öffentliche Verkehrsmittel kaum nutzen können,
  • Angst haben, alleine Hilfe zu suchen,
  • Angst vor den Folgen/Auswirkungen ihrer Anzeige haben,
  • ohne Assistenz nicht mit der Außenwelt kommunizieren können,
  • aufgrund von behinderungsbedingten Sprachproblemen nicht ernst genommen werden.

Diese Situation ist unannehmbar und muss sich dringend verändern, denn:
Die Würde des Menschen ist unantastbar (Art. 1., Grundgesetz).
Deshalb ist es für Menschen mit Behinderung/chronischer Erkrankung dringend notwendig, dass es

  • Wirkungsvolle und gelebte Präventionskonzepte sowie Verfahrensleitlinien in Einrichtungen gibt
  • barrierefreie Möglichkeiten, um der Gewalt entfliehen zu können, wie z.B. behindertengerechte Frauenhäuser und Schutzeinrichtungen für Männer , Anwendung von Gebärdensprache und Leichter Sprache gibt
  • Geeignete Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten zu den vorhandenen Schutz-, Beratungs- und Therapieangeboten geschaffen werden
  • Aktive Kooperationen der Behindertenhilfe mit Beratungsstellen initiiert werden, damit Beratung für Menschen mit Behinderung/chronischer Erkrankung schnell und einfach möglich ist

Missbrauchsbeauftragter startet Soforthilfe in der Corona-Krise – „Kein Kind alleine lassen“

Wir möchten Sie auf die  Aktion „Kein Kind alleine lassen“ vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung aufmerksam machen.

Es wird vermutet, dass die Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen in der aktuellen Krise zunimmt. Das Risiko ist besonders durch den Wegfall der Bereiche, in denen sonst die Möglichkeit besteht, dass innerfamiliäre Gewalt bemerkt wird (in Schulen und Kitas, bei Tagesmüttern, in Sportvereinen), sehr hoch. 

Die Aktion hat das Ziel Kinder und Jugendliche in der aktuellen Situation nicht aus den Augen zu verlieren, über Hilfsangebote aufzuklären und die Gesellschaft zu aktivieren sich um Kinder und Jugendliche aus dem eignen Umfeld zu kümmern und aufeinander aufzupassen. 

Weitere Informationen gibt es auf der Website www.kein-kind-alleine-lassen.de .