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Autor: Petra Dillmann-Hoppe

Übersehene Hindernisse – Aufruf zu einem barrierefreien Deutschland

In Deutschland sind nur etwa 35 Prozent aller öffentlichen Gebäude barrierefrei zugänglich.
Dass Rollstuhlfahrer im Einzelhandel, der Gastronomie und bei Freizeitangeboten viel zu oft außen vor bleiben, ist zu vielen Menschen gar nicht bewusst. Ebenso, dass Gebäude mit ein oder zwei Stufen am Eingang mit einer mobilen Rampe ganz einfach und preiswert auch für Rollstuhlfahrer zugänglich werden.
Diese Aktion am Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln soll Bewusstsein schaffen und zum Umdenken anregen. Link zur Aktion

Bewerbungstraining für Menschen mit Seheinschränkungen

Das Studienzentrum für Sehgeschädigte des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) bietet Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung aus dem deutschsprachigen Raum "Mein Profil – ein ganz anderes Bewerbungstraining. Ein Seminar des SZS für Menschen mit Seheinschränkung" an.
Das Seminar findet vom 11. – 13. Januar 2019 im Tagungshaus der Evanglischen Akademie Baden im "Haus der Kirche" in Bad Herrenalb statt.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Besuch der Landesbehindertenbeauftragten

Am 11 Juni war die Landesbehindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Claudia Middendorf,  bei "Selbstbestimmt Leben" Behinderter (SL) Köln e.V. Geschäftsführer Horst Ladenberger leitete das Gespräch mit einem Vortrag über die Geschichte der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung und des Vereins sowie dessen Struktur und Projekte ein. Danach stellte Ellen Romberg-Hoffmann das KSL und dessen Arbeitsschwerpunkte vor. Frau Middendorf betonte im Zuge dessen die Wichtigkeit der KSL für das behindertenpolitische NRW. Danach stellte Barbara Combrink-Souhjoud das EUTB-Projekt vor. Die Landesbehindertenbeauftragte zeigte großes Interesse am Aufbauprozess, der alltäglichen Arbeit der ersten Monate, der speziellen Situation in Köln und der Zusammenarbeit der verschiedenen EUTB-Stellen. Im Bezug auf die Beratung war es SL Köln ein wichtiges Anliegen die enorme Bedeutung des Peer-Counseling zu unterstreichen. Abschließend wurden noch unterschiedliche Themen wie die Landesbauordnung, die Barrierefreiheit des Gesundheitssystems und Assistenz bei Krankenhausaufenthalten diskutiert.

Mobilität 2020! mehr Training – mehr Mobilität – mehr Teilhabe für Rollstuhlnutzer

Ziel des Projekts ist die Implementierung eines bundesweit flächendeckenden Angebots an Mobilitätstrainings für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen. Das übergeordnete Ziel ist es, die selbstbestimmte und ökonomische Fortbewegung von Rollstuhlnutzer_innen zu verbessern, um somit eine gleichberechtigte Teilhabe am gesell chaftlichen Leben zu ermöglichen.

Wer kann mitmachen?
Personen, die
  • mindestens 16 Jahre alt sind,
  • im Alltag auf einen Rollstuhl angewiesen sind (vorrangig aufgrund eines Unfalls),
  • in der Lage sind einen Rollstuhl manuell über eine Strecke von mind. 100 m zu  ewegen.
Was haben Sie von der Teilnahme?
  • Kostenloses Mobilitätstraining (zwei Termine im Abstand von vier Wochen), in dem der Umgang mit dem Rollstuhl erlernt bzw. verbessert werden kann
  • Fahrtkostenzuschuss für die Anreise zu den Mobilitätstrainings
  • Umfassende Unterstützung auch in der Selbstlernphase zwischen den Mobilitätstrainings
  • Zugriff auf die zugehörige Onlineplattform mit vielfältigen Übungen zur Mobilität im Rollstuhl
  • Wichtiger Beitrag zur Forschung für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen

Kurstermine an der Sporthochschule Köln: 7.7. & 4.8.2018 (9-17 Uhr)
Haben wir Ihr Interesse geweckt und möchten Sie den Umgang mit dem Rollstuhl verbessern? Dann melden Sie sich an!
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung:
Irina London
Tel. 02234 – 2052372
E-Mail: london@fi-bs.de

Die Mobilitätstrainingskurse basieren auf einem eigens erstellten Schulungskonzept, anhand dessen die Kursinhalte aufgebaut sind. Die Kurse werden von geschulten Mobilitätscoaches geleitet, die auch individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden eingehen.
Es finden zwei Mobilitätstrainings im Abstand von einem Monat statt. Die Inhalte reichen von den Grundfertigkeiten (Antrieb, Bremsen etc.) bis hin zu Alltagshindernissen (Steigungen, Kanten und Stufen bewältigen etc.), sodass es auch für bereits erfahrene Teilnehmende Herausforderungen geben wird. In der Phase zwischen den Trainingseinheiten findet eine Selbstlernphase statt, in der die Teilnehmenden die Inhalte selbstständig zuhause üben sollen. Zur Unterstützung dient eine Internetseite, auf der Übungsbeschreibungen, Fotos und Beispielvideos bereitgestellt werden. Darüber hinaus stehen den Teilnehmenden Mobilotsen (selbst Rollstuhlfahrer_innen) bei Fragen aller Art zur Seite.

Ziel des Projekts ist die Implementierung eines bundesweit flächendeckenden Angebots an Mobilitätstrainings für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen. Das übergeordnete Ziel ist es, die selbstbestimmte und ökonomische Fortbewegung von Rollstuhlnutzer_innen zu verbessern, um somit eine gleichberechtigte Teilhabe am gesell chaftlichen Leben zu ermöglichen.

Um die Wirksamkeit der Mobilitätstrainings aufzeigen zu können bedarf es einer Interventions- und einer Kontrollgruppe. Die Kontrollgruppe erhält normalerweise kein Mobilitätstraining. Aus forschungsethischen Gründen ist es im vorliegenden Projekt aber nicht zu verantworten, dass der Kontrollgruppe das Mobilitätstraining verwehrt wird. Daher erhält die Kontrollgruppe genau das gleiche Training wie die Interventionsgruppe, allerdings drei Monate später. Zu den Mobilitätstrainingsterminen der Interventionsgruppe soll die Kontrollgruppe hingegen auch erscheinen, weil dann bei beiden Trainingsterminen die Testung mittels AMR® (Aktivitätstest zur Mobilität im Rollstuhl) erhoben wird. Die Gruppenzuteilung erfolgt randomisiert.

Dank der Unterstützung des Projektes durch Mittel der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ist die Teilnahme an den Trainingstagen für die Teilnehmenden kostenlos und es gibt einen Fahrtkostenzuschuss! Mit dem Projekt möchten wir erreichen, dass allen betroffenen Personen die Möglichkeit gegeben werden kann, den souveränen Umgang mit dem eigenen Rollstuhl zu erlernen und zu verbessern. Zudem soll die Wirksamkeit der Mobilitätstrainings wissenschaftlich nachgewiesen werden.

MAD PRIDE Parade rockt Köln!

Die MAD PRIDE Parade wächst und gedeiht … Dieses Jahr zogen über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Köln-Ehrenfeld, um zu demonstrieren und zu feiern. Bunt, laut, leise, fröhlich, ernst und von zwei großartigen Bands unterstützt zog die Parade vom Bahnhof Ehrenfeld zum Kulturfinale des Sommerblut Festivals auf Odonien. Die Teilnehmenden zeigten mit Stolz und Fantasie, dass anders-sein heute normal ist. Der Abschlussveranstaltung gab die Rede von Raul Krauthausen den politisch-kämpferischen und das wunderbare Musikprogramm den fröhlich-ausgelassenen Touch. Die MAD PRIDE 2018: verrückt, kämpferisch, ausgelassen, bunt und stolz! Video auf Voutube
Hier gibt es ein paar Bild-Eindrücke.

WIR HELFEN GERNE! – Ehren-Amt von Menschen mit Behinderungen

Wann: Donnerstag, 7. Juni · 9:00 bis 16:00 Uhr
Wo: Diakonie Michaelshoven, Mensa
Martinsweg 12, 50999 Köln (Linie 16, Haltestelle Michaelshoven)
Fortbildungs-Tag
• Ehren-Amtler erzählen
• Fach-Leute erklären
• Alle diskutieren
Wir lernen Ehren-Ämter kennen, z. B.
• im Alten-Heim
• in der Umwelt-Gruppe
• im Werkstatt-Rat
• bei der Kleider-Kammer
• Es gibt Frühstück und Mittag-Essen.
• Der Eintritt ist frei.
• Sie bekommen eine Bildungs-Bescheinigung.