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Autor: Petra Dillmann-Hoppe

Lauf gegen sexualisierte Gewalt am 30. August in Köln

Eine verrückte Idee, die bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes. Über 950 km wird Katja Hornfeck vom 23.8. bis 16.9.2016 laufen – von Frankfurt nach Hamburg. „lauf-stark fürs leben – nebenan ist überall“ heißt ihr Spendenlauf gegen sexualisierte Gewalt.
Katja hat etliche MitstreiterInnen: mit ihren Kooperationspartnerinnen in  18 Städten auf dem Laufweg lädt sie Menschen dazu ein, ein paar Kilometer mit ihr zusammen zurückzulegen – egal ob laufend, radelnd oder zu Fuß. „Wir wollen öffentlich ein Zeichen setzen: Sexualisierte Gewalt gibt es überall – aber auch Menschen, die mit Betroffenen solidarisch sind. Gemeinsam sind wir stark!“ sagt sie und möchte anderen Betroffenen damit Mut machen. Denn Katja Hornfeck hat selbst in der Kindheit massive sexualisierte Gewalt erlebt. Sie kennt die Folgen und hat viele dunkle Jahre erlebt bis zu dem Leben, das sie heute führt.  „Auch wenn das zu manchen Zeiten kaum vorstellbar scheint: Das Leben kann gut sein…“, das ist ihre Botschaft.
Mit „lauf-stark“ wollen die InitiatorInnen zudem Spenden für die „Renate Rennebach-Stiftung für Opfer von ritueller Gewalt“ (www.renate-rennebachstiftung.de) sammeln. Die Stiftung hilft Menschen, die besonders schweren Formen von physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt, meist in organisierten Strukturen, ausgesetzt waren.
Am Dienstag, 30. August wird Katja Hornfeck auch nach Köln kommen – hier wird sie vom Arbeitskreis „Gegen Gewalt an Frauen und Kindern“ (www.stadtkoeln.de/arbeitskreis-gegen-gewalt) unterstützt, dem über 20 Einrichtungen des örtlichen Frauenhilfenetzes angehören. Egal ob sportlich oder nicht: Jede(r) kann dabei sein. Um 17 Uhr treffen sich solidarische LäuferInnen und RadlerInnen mit Katja Hornfeck am Marathontor vor dem RheinEnergie-Stadtion, ab ca. 17.45 Uhr werden die letzten Kilometer bis zum Bahnhofsvorplatz zusammen mit weiteren UnterstützerInnen ab dem Rudolfplatz zu Fuß zurückgelegt. Gemeinsam ankommen – das ist das Wichtige. Die Organisatorinnen: „Je mehr Menschen teilnehmen, desto besser! Es wäre ein unendlich ermutigendes Zeichen für alle Betroffenen, wenn Menschen mit ihrem Kommen signalisieren: Wir schauen hin, und ihr seid uns nicht egal…“. 
Gegen 18.30 Uhr wird die Gruppe dann auf dem Bahnhofsvorplatz eintreffen – dieser Ort ist bewusst gewählt, um die kraftvolle Energie der Aktion gezielt auf den Platz zu tragen, der seit Silvester weltweit als Symbol für die Hilflosigkeit und Ohnmacht von Frauen bei sexualisierter Gewalt herhalten muss. Empfangen wird Katja Hornfeck u.a. mit der künstlerischen Installation "Angst trifft Mut – Zwölf Frauen und ihr Leben mit Gewalt". Diese Ausstellung soll Frauen Mut machen, ihre oft ausweglos erscheinende Situation aktiv anzugehen und Hilfe anzunehmen. Sie wird von ca. 17-20 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz zu besichtigen sein. Außerdem wird es einen Infostand und kurze Redebeiträge geben.
Die Aktion wir aktiv vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Köln unterstützt. So helfen wir bei Aufbau und Betreuung der Ausstellung auf dem Bahnhofsvorplatz und nehmen auch am eigentlichen Lauf teil.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.laufstarkfuersleben.de . Hier gibt es den Flyer mit allen Zeiten, Treffpunkten etc. als Download.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Am 16. Juni nahm Carl-Wilhelm Rößler vom KSL Köln an einer Veranstaltung in der Färberei Wuppertal zum bedingungslosen Grundeinkommen teil und vertrat die Interessen und Belange behinderter Menschen zu diesem Thema.
Das KSL Köln steht diesem Grundeinkommen grundsätzlich offen gegenüber, bedeutet es doch die Entkoppelung von Arbeit einerseits und Sicherung des Lebensunterhalts andererseits. 
Allerdings sieht das KSL Köln auch die Gefahr, dass Menschen mit Behinderung bei Einführung eines solchen Grundeinkommens und gleichzeitigem Wegfall anderer staatlicher Sozialleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts ihren Lebensunterhalt nicht mehr adäquat sichern können, wenn das Grundeinkommen diejenigen Mehrkosten die durch eine Behinderung entstehen, nicht berücksichtigt. So müssen Menschen mit Behinderung oftmals höhere Unterkunftskosten tragen, weil die Wohnung barrierefrei sein muss. Bei einem bedingungslosen Grundeinkommen in gleicher Höhe für alle wären diese Mehrkosten unter Umständen nicht gedeckt.
Außerdem steht nach Ansicht des KSL Köln zu befürchten, dass Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben deutlich seltener als bisher bereitgestellt werden, da eine Berufstätigkeit mit Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens nicht mehr oder zumindest nur noch in sehr geringem Umfang zur Sicherung des Lebensunterhalts notwendig wäre.
Eine ausführliche Darstellung der Position des KSL Köln kann unter dem nachfolgenden Link heruntergeladen werden.

Wir suchen neue Räume!

Nach vielen Jahren suchen wir – der Verein „Selbstbestimmt Leben“ Behinderter Köln – neue Räume in Köln. In einem schönen Umfeld möchten wir unsere Ratsuchenden empfangen und unsere Arbeit noch besser ausführen.
Hierbei bitten wir um Unterstützung!
Wir suchen

  • 250-300 qm
  • barrierefrei (Erdgeschoss oder Aufzug)
  • zentrale Lage in Köln
  • barrierefreie ÖPNV-Anbindung

Wer kann uns einen Hinweis geben? Wer hat Büro-Räume zu vermieten? Wir freuen uns sehr über Hinweise und Angebote!
Kontaktmöglichkeit unter http://ksl-nrw.de/ksl-rheinland/wie-sie-uns-erreichen

Briefaktion zum BTHG

Im Zuge der großen Demonstration gegen den aktuellen Entwurf zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) in Berlin riefen die Veranstalter dazu auf, sich direkt und persönlich an die jeweiligen Bundestagsabgeordneten zu wenden und um deren Unterstützung zu werben.
Diesen Aufruf unterstützen wir und rufen alle (direkt und indirekt) Betroffene auf sich daran zu beteiligen!
Wir haben ein Musteranschreiben vorbereitet, das gerne übernommen, aber auch nach Herzenslust (-frust) ergänzt oder verändert werden kann.
Gemeinsam für ein gutes BTHG – macht mit! Download Musterbrief Download Liste Bundestagsabgeordnete

Special Olympics Hannover 2016

Vom 6. – 10. Juni 2016 finden die Special Olympics Hannover 2016, die Nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung, statt. Rund 4.800 Athletinnen und Athleten gehen in 18 Sportarten und dem Wettbewerbsfreien Angebot an den Start. Für eine Woche werden die Sportstätten der Landeshauptstadt Niedersachsens Schauplatz für mitreißende Wettbewerbe und emotionale Momente. www.specialolympics.de/hannover2016

Stellungnahme des KSL Köln zum Referentenentwurf für ein neues Bundesteilhabegesetz

Das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Köln nimmt zum vorliegenden Referentenentwurf ausführlich Stellung und kritisiert diesen Entwurf als völlig unzureichend und teilweise sogar rückwärts gerichtet.
Während die Bundesregierung von einem Meilenstein zu Gunsten behinderter Menschen spricht, kritisiert das KSL Köln genauso wie zahlreiche andere Behindertenorganisationen den nun vorliegenden Referentenentwurf für ein neues Bundesteilhabegesetz (BTHG) als in vielen Punkten völlig unzureichend. Teilweise sind sogar gravierende Rückschritte im Vergleich zur aktuellen Rechtslage festzustellen. Nach Ansicht des KSL Köln drohen hier erhebliche Leistungseinschränkungen und Rückschritte, was die Teilhabesituation behinderter Menschen betrifft.
Beispielsweise sieht das KSL Köln die Gefahr, dass der Kreis der Leistungsberechtigten für Eingliederungshilfe eingeschränkt wird. Auch die lange geforderten Verbesserungen bei der Anrechnung von Einkommen und Vermögen sind aus Sicht des KSL Köln völlig unzureichend, teilweise drohen hier sogar Verschlechterungen. Schließlich wird im Referentenentwurf das ursprüngliche Vorhaben, Menschen mit wesentlicher Behinderung aus der Sozialhilfe herauszuführen, stillschweigend aufgegeben. Hierzu kritisiert das KSL Köln, dass Leistungsberechtigte, die zusätzlich auch Hilfe zur Pflege aus der Sozialhilfe benötigen, weiterhin hierüber in der Sozialhilfe verbleiben.
Das KSL Köln fordert eine grundlegende Überarbeitung des Referentenentwurfs und bietet dabei seine konstruktive Mitarbeit an.
Stellungnahme KSL Köln zum BTHG (pdf, 455 KB)